Sonnet #16: Glück

Im Schutz der roten alten Backsteinmauer
Sie leuchtet gelb im nahenden Gewitter
Sitzt hier ein greiser Schreiber auf der Lauer
Nach Dunkelheit zu öffnen dann die Gitter
Ein Schwindel regt sich vor dem großen Regen
Sind es die Wolken nur am Firmament
Die schnelle Ohnmacht wäre nun ein Segen
Stattdessen ist er einfach weggepennt
Am nächsten Morgen sucht er frierend Halt
In nasser Kleidung und dem Dreck der Nacht
Er fühlt sich einsam, arm und alt
Sein Geist hat vieles hier schon mitgemacht
        Ein Obdach, wenn er es sich leisten kann
        Ist Glück, es zu erreichen irgendwann.


        © Dominik Alexander / 2021

sonnet-16_glueck_luck_poor-man_poverty_sleeping_panorama
© Free-Photos (image)

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