Sonnet #65: Krähenzeit

Die Krähen sehnen schon das fette Aas
Das einst die Menschheit hinterlassen wird
Denn sie vermisst schon lang das rechte Maß
Die Hirne scheinen jeden Tag verwirrt

© Dominik Alexander / 2024

sieben sechs sechzig

ich falle
komme irgendwo an
in meinem herzen lauern widersprüchliche gefühle
komm, sag mir wann

© Dominik Alexander / 2023

Eintausend Sterne kreisen ums Licht

Das Summen wird lauter und senkt sich herab
Auf die Wiesen
Auf die Straßen
Doch nicht ganz hinein ins feuchte Grab

© Dominik Alexander / 2023

Monophobia

Es wäre nur ein Schritt für einen Menschen. Kein Schritt für die Menschheit. Denn die sieht ihn gar nicht. Ein Mensch steht allein am Abgrund und traut sich nicht. Er zaudert, hadert.

© Dominik Alexander / 2023

Sonnet #9: Zeiten(w)ende

Wenn irgendwann zu ferner Zeit verlischt
Das Licht der Welt ein glimmend Funke nur
Steh’n seltsam frohgemut am Rand der Gischt
Die letzten Menschen sinnend ihrer Spur

© Dominik Alexander / 2021