Sonnet #9: Zeiten(w)ende

Wenn irgendwann zu ferner Zeit verlischt
Das Licht der Welt ein glimmend Funke nur
Steh’n seltsam frohgemut am Rand der Gischt
Die letzten Menschen sinnend ihrer Spur
Was sie vollbracht in Tausenden von Jahren
Wird überdauern nicht den Strom der Zeit
Wer könnte schließlich Hochmut aufbewahren
Und ihren Stolz auf Überheblichkeit
Verbleibend hier die letzten ihrer Art
Entrückt den Untergang der Sonne schauend
Noch nicht bereit für ihre große Fahrt
Noch immer Schlösser in den Himmel bauend
        Wenn schließlich ew’ge Nacht ihr Dasein endet
        Wird selbst das letzte Licht bewusst verschwendet.


        © Dominik Alexander / 2021

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© Holger Foerstemann (image)

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