Sonnet #28: Schweigen

Wir kommen in die Welt aus Schall und Rauch
Der Lärm begegnet uns auf Schritt und Tritt
Verlassen wir den häuslichen Gebrauch
Und gehen mutig jeden neuen Schritt
Wenn wir hier schweigend durch die Lande zieh’n
Vernehmen wir Gebrüll in jeder Stadt
Wenn von den Dörfern alle Menschen flieh’n
Denn Stille haben dorten alle satt
Wer in der Zivilisation gestrandet
Und deren lautes Wüten ungern lebt
Wird Frieden finden, wo die Welle brandet
Und wo der Faden unser Schicksal webt
        Verdammt ist Schweigen, wo erzwungen nur
        Es hilft Verstehen während der Klausur.


        © Dominik Alexander / 2022

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