Sonnet #27: Zuversicht

Ich möchte gerne zuversichtlich sein
Doch kann ich nicht den zarten Morgen loben
Der gerne zaghaft gähnt mit Groß und Klein
Verborgen glättend hässlich alte Wogen
Vom Tag zuvor ist kalte Gischt noch rauh
Gedanken daran weht der Wind hinfort
Der Nebel hüllt das Tal in fahles Grau
Ich sehne kaum den billigen Komfort
Denn über Wolken hebt mein Geist empor
Die stete Hoffnung, die zuletzt erst stirbt
Oft fühl’ ich mich jedoch wie im Labor
Wo jeder Fehlversuch den Geist zermürbt
        Das weiße Rauschen setzt die Welt in Gang
        Wie schön das Wollen wäre ohne Zwang.


        © Dominik Alexander / 2022

sonnet-27_zuversicht_weißes-rauschen_wollen_zwang_ausblick_panorama

Thanks for sharing your thoughts!

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.