Und nachts ein Geschenk

Die Lichter der Stadt verschwinden
Verlasse ich die Straße
Und tauche ein auf die Waldwege im Dunkel
Es ist weit nach Sonnenuntergang

© Dominik Alexander / 2025

Hochdruckgebiet

Spüre ich denn den Zorn am Nachmittag
Schleppe mich die Treppe hinunter
Gehe aus der Tür auf die Pflastersteine
Das Rad fühlt sich kalt an

© Dominik Alexander / 2025

Das blaue Licht

Er läuft mit Hunger durch die Straßen
Ihn begleitet das blaue Licht
Aus den Schaufenstern der verschlossenen Läden
Aus den Kneipen

© Dominik Alexander / 2024

Das letzte Paradies

Die halbe Stunde war viel zu schnell vorbei. Ein besonderer Duft lockte die Schmetterlinge an ihre verborgenen Futterstellen. Sie stand wieder auf, ging von der Lichtung zurück zur Tür. Drehte sich noch einmal um. Beinahe traurig.

© Dominik Alexander / 2023

Les deux amis

Es ist wirklich schön hier
So ruhig
Wenn die Stadt so weit weg ist
Hört sich der Lärm nur noch an wie ein Rauschen

© Dominik Alexander / 2023

Sonnet #28: Schweigen

Wir kommen in die Welt aus Schall und Rauch
Der Lärm begegnet uns auf Schritt und Tritt
Verlassen wir den häuslichen Gebrauch
Und gehen mutig jeden neuen Schritt

© Dominik Alexander / 2022

Necessary Evil / Notwendiges Übel

The wheels rattle over the cobblestones like lasers dig into tattooed skin. Removing what should no longer be there. I already know that.

© Dominik Alexander / 2022

Herbstgestöber

Manchmal ist dieser Hunger einfach wieder da
Dann scheinen die Erinnerungen sonderbar nah
Wenn sich Herbstblätter zu Boden treiben lassen

© Dominik Alexander / 2020