Die Lichter der Stadt verschwinden
Verlasse ich die Straße
Und tauche ein auf die Waldwege im Dunkel
Es ist weit nach Sonnenuntergang
Und doch begleitet mich das Sonnenlicht
Als Reflexion auf dem Mond
Der mir die kalte Schulter zeigt
Und dennoch freue ich mich über so viel mehr Sterne
Als ich über den Stadtlichtern sehen würde
In der Nacht gewöhnen sich die Augen schnell
An das Grau an Grau in den Baumwipfeln
Im Dickicht wispern die Nachtaktiven
Kleine Tiere funkeln mich aus Knopfaugen an
Gänse kreischen aus der Luft
Landen theatralisch auf dem dunklen Wasser im Teich
Neben den Enten
Die es stoisch geschehen lassen
Hier lebt eine Spezies neben der anderen
Genießt das Wispern und die Stille
Meine Schritte bilden ein Echo
Das mich vorwärts trägt
Wie auf einem Klangteppich der Nacht
Lasse ich mich auf ihm tragen
Höre in die Bäume hinein
Versuche Sterne mit Bäumen zu verbinden
Und mich mit dem Wald um mich her
Wie schön es ist
Im dunklen Hier und Jetzt zu sein
Jenseits tobt die Zivilisation vorbei
Doch hier kann ich einfach nach oben schauen
Wo nichts sonst ist als fremde Welten
Unendliche Weiten
Unbekannte schöne berauschende Lichter
Die so anders sind als die
Auf die ich auf der anderen Seite
Unweigerlich
Wieder stoße
Der Mond jedoch bleibt bei mir
Bis ich wieder zu Hause bin.
© Dominik Alexander / 2025