Denn da ist das Land

Wir sind die, für die Wasser alles ist
Wir leben die Freiheit, fahren immer hinaus
Wir kennen nichts als die Wellen und das Blau
Über unseren Köpfen, zu unseren Füßen
Wir sind stets in Bewegung, halten nie still
Und sehen doch tagelang nichts mehr als die See
Wer das Ziel nicht im Kopf behalten kann
Sieht es niemals vor sich
Denn der Horizont ist immer weit und ohne Anker —

                Wir sind die, die ohne Sehnsucht jagen
                Wir leben das Abenteuer, ohne es je zu finden
                Wir kennen die Träume nicht vom Sternenmeer
                Denn wir sahen es tausendfach in jeder Nacht
                Wir sind uns selbst genug, halten uns aus
                Und sind doch stets voreinander auf der Hut
                Wer den Sinn seines Seins nicht kennt, ist ein Mensch
                Wird es stets bleiben
                Denn der Seemann denkt stets nur bis zum Morgen —

                Denn da ist das Land
              Wo es uns nicht mehr gibt
            Wo wir den Anker vermissen
          Und keine Flagge hissen —

      Nur da ist der Sand
    Wo wir die Augen schließen
  Wo wir den Wind genießen
Und uns träumen aufs Meer.


        © Dominik Alexander / 2023
        © Guilherme Gomes (image)

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