Sonnenbleich

Sonnenbleich
Tagesgleich
Noch nicht ganz
Bis zum Tanz

© Dominik Alexander / 2025

Schwerelosigkeit. Im Meer

Das Wasser um mich ist wie eine zweite Haut. Wie ein durchlässiger Panzer, der sich nicht anfühlt wie ein Panzer und deshalb noch schützender ist.

© Dominik Alexander / 2025

Den Keil brechen

In meiner Suppe
Fehlt nie das Salz
Liegt doch mein Haar
In einer kalten Nacht

© Dominik Alexander / 2024

Fremde Welten in den Dünen

Ich liege in den Dünen
Sehe mich in einem anderen Licht
Als gestern noch
Am anderen Ende der Welt

© Dominik Alexander / 2024

schneefall

flocken legen sich über den zaun
sie sind abgehauen
aus dem tobenden meer
das jeden tag aufs neue

© Dominik Alexander / 2024

Tiefseefeeling

Wir kommen an und blubbern erst mal drauflos. Unsere Tiefe im Wasser ist entscheidend. Stehen wir zu tief, können wir kaum noch atmen.

© Dominik Alexander / 2024

Das Eis bricht

Was soll das denn heißen
Habt ihr euch auf einer schmelzenden Scholle getroffen
Habt ihr Gin gesoffen

© Dominik Alexander / 2024

Sonnet #62: Himmelwärts

Die Wolken sind zerrissen über allem
Was hier und da die Toleranz zersetzt
Bei Licht betrachtet sammeln sie in schnellem
Hinübergleiten alles, was sie hetzt

© Dominik Alexander / 2024

der mond ist nur im deutschen männlich

die schmale sichel des mondes ist heute nacht meine gedankenschaukel
da wir
wenn wir in den himmel schauen
zweidimensional denken

© Dominik Alexander / 2024

AUR(or)A

Es ist ja für jeden neu, dass wir das Leben leben. Wenn wir alles um uns vergessen, bleiben wir dem Alten treu.

© Dominik Alexander / 2024