Wir kommen an und blubbern erst mal drauflos. Unsere Tiefe im Wasser ist entscheidend. Stehen wir zu tief, können wir kaum noch atmen. Blubbern wir nur an der Oberfläche, stürzt sich wieder eine Möwe auf uns, um erneut einen aus unserer Reihe zu holen. Also sind wir eben gerade keine Reihe, sondern ein Pulk – ein Mob des Meeres, der sich schon zu helfen weiß, wenn der Feind aus den dunklen Tiefen des Wassers emporschnellt und nach unseren Flossen schnappt.
Tatsächlich sind wir ein Chor, der lustige Übungen anstellen muss; so albern wie möglich. Dann lachen wir uns über die anderen kaputt. Und die über uns. Dabei sollen wir gar nicht lachen, weil wir dabei nicht blubbern können. Eher noch Gähnen. Gähnen entspannt, entlastet, bereitet vor auf das Kommende.
Was kommt, sind allerdings Kopfschmerzen, weil die alberben Übungen zwar fast den gesamten Körper entspannen, jedoch nicht den Kopf. Manchmal glaube ich, dass wir alle Anspannungen nicht mit dem Blubbern aus unseren Körpern spülen, sondern nur auslagern und einlagern in den Kopf.
© Dominik Alexander / 2024