Der Tee ist längst wieder kalt

die saat zürnt über den silberstreif
der tauhbenetzt über den grashalmen hängt
hier ist der gedanke noch phantasie
ohne mir den mut abzustreifen
radle ich einfach in die worte hinein
ohne den blättern auszuweichen
die hier und heute meine welt bedeuten
hänge ich zwar in den seilen
bin aber noch längst nicht dahin
denn die stirn muss jeder mal bieten
mit worten zwar und nicht mit stimme
bodenseufzen unter meinen gummireifen
die mal wieder etwas zu atem kommen müssten
hier und jetzt schließe ich diesen tag
geatmet wird später – morgen vielleicht
und sich sogar mal wieder gefreut
für die dauer eines lächelns.


        © Dominik Alexander / 2024

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