einmal noch für das träumen

wir standen auf der anderen seite

        du hier
        ich dort

wir standen auf der falschen seite
oder auf der richtigen?

        du hast geglaubt
        ich habe es auch nicht besser gewusst

einmal muss doch auch ein anderer sehen

        ich bin bei dir
        du weißt das

wir teilen worte
aber nur in gedanken
die schranken der zeit
fallen eines tages
wenn die verhältnisse nicht mehr fordern
ruhig zu sein
sich nichts anmerken lassen
kann so weh tun

        dich sehen
        mich kennen

miteinander gehen
in ein haus der rationalität
emotionen zulassen
wo sie schön sind
wo sie weiterbringen
nicht ins jenseitige fallen

        du glaubst
        mich zu kennen

                ich weiß
                du bist ein anderer

und das ist gut so
für das träumen
in die rationalität.


        © Dominik Alexander / 2026
        © Lumina Obscura (image)

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