Wir hatten einen Plan
Damit fing es an
Wir wollten die Weltherrschaft
Nichts weniger
Mit Leidenschaft
Wir fühlen uns seeliger
Wenn wir ins Weite ziehen
Auf die Höhe gehen
Uns treiben lassen
Ohne Menschenmassen
Die Natur genießen
Auf überhaupt gar nichts schießen
Für ein Leben ohne Geld
Geht das noch in dieser Welt?
Braucht es einen Sinn fürs Dasein?
Was ist mein, was ist dein?
Metalle zum Tauschen
Generieren blindlinkes Rauschen
Scheuklappendenken
Sinnentleertes Verrenken
Nach dem nächsten Tand
Andere haben nur Dosenpfand —
Was kann Weltherrschaft heute sein?
Schlagen wir einfach alles klein?
Bauen danach nichts mehr auf
Lassen der Natur ihren Lauf?
Gehören wir da überhaupt noch dazu?
Lassen uns die Tiere in Ruh?
Oder gehen sie auf uns los?
Machen uns klein und sich groß?
Ist das der Lauf der Zeit?
Wann ist es soweit?
Weltherrschaft ist so ein leeres Wort
Wer sie hat, ist an keinem Ort
Er ist überall und nirgends
Einmal nicht existent, dann vollends
Weltherrschaft heißt
Neben dir ist alles nichts
Und du weißt
Nichts.
© Dominik Alexander / 2024
© Jürgen Striewski (image)