Ich liege einsam in einer Bucht
Nicht, dass mich noch jemand sucht
Niemand soll mich finden
Ich will doch nur mal wieder etwas Ruhe
Vom Reimen und sowieso
Gerade eben bin ich nicht sehr froh
Die Worte anderer schränken ein
Ich will hier einfach gerade nicht sein
Das Weite will ich spüren
Ohne Hindernisse rühren
Im unendlichen Strom der Zeit
Ich will mal wieder sagen: Ich bin einfach noch nicht bereit
Mein Kopf sucht lange Spuren
Wohin sie immer fuhren
Sie hinterließen nichts
Ich will die Nacht für immer schwarz
Und jeden Tag nicht ganz so hell
Dass Übergänge nicht verschwinden ganz so schnell
Die Regenschauer dieser Welt
Ich will das Lachen wiederfinden
Doch suche ich nicht
Wo ich auch gehe
Im dunklen Wald zu einer anderen Zeit
Ich will doch einfach nur mal leben
Wie schaffen es die anderen Leute
Oder sind sie doch nur Teil der Meute
Die räuberisch durch Straßen zieht
Ich will das Kleine im Großen entdecken
Entspannen im allergrößten Trubel
Nicht bezahlen müssen in Rubel
Auf unabsehbare Zeit
Ich will, dass unser Land in Frieden bleibt
Klagen, bis man darüber lachen muss
Weinen ohne eigentlichen Verdruss
Sondern, weil ein Buch so schön ist
Ich will mich selber wieder spüren
Verführen, wen ich gerne mag
Im Park am hellichten Tag
Das liegt mir nicht im Blut
Ich will zuweilen ein klitzekleines bisschen Wut
Erkaltete Adern bis zur Quelle
Wann überschreitest du die Schwelle
In meine Squäre hinein
Ich will die Sonne in meinem Rücken
Die Glut vergeht nur langsam
Am Ende bleibe ich wohl einsam
Bis zum Sonnenuntergang
Ich will nichts ändern daran
Schatten übernachten im Fluss
Wer etwas nicht will, etwas nicht muss
Bleiben wir nicht bei Platitüden
Ich will das diskutieren jetzt.
© Dominik Alexander / 2024