gold lässt sich nicht kaufen

es flattert der zeisig müde ums licht
und denkt sich: warum schaff ich es nicht
mir ein goldnes gefieder wachsen zu lassen
dann würden sie mich weniger hassen
die anderen vögel und viel mehr loben
den äußeren schein in funkelnden roben
wie’s mir ginge, wär ihnen noch immer egal
doch wenigstens wär das leben nicht qual
wer anders ist, hat immer zu leiden
in keiner welt lässt sich das vermeiden
am ende ist toleranz überall utopie
akzeptiert wird individualität ohne geld nie
also denkt sich der zeisig schließlich zurück
in die zeit mit dem selbstdefinierten glück
als er sich selbst gefiel und all jene mied
die ihm neideten was er sich selbst beschied
so strahlte er golden aus seinem innern heraus
und flog seines weges geradeaus.


        © Dominik Alexander / 2025

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