Das Licht ist ein Schrankenlöser

Und die Dunkelheit
Vergesst mir die Dunkelheit nicht
Licht und Dunkelheit
Treffen sich an den Rändern
Zwischen Tag und Nacht
Übergeben sich den Staffelstab
Rastlos und atemlos
Nur ab und zu
Tobt da ein Kampf in den Wolken
Wenn der Übergang zu schnell war
Oder zu langsam
Zeitverzögert die Zeit aufholen
Das geht nicht ohne Bewegung
Dann verquirlt sich die Luft
Jagt übers Land
Prallt an den Bergen ab
Und auf die Wiesen zurück
Legt euch mal an einem heißen Sommertag
In eine ungemähte Wiese
Spielt aber nicht Rehkitz oder Igel
Hisst eine weiße Flagge
Damit euch die großen Fahrzeuge sehen
Geht doch einfach am Sonntag
Oder auf eine private Wiese
Legt euch ins Gras
Zwischen Wildblumen
Lasst euch den Wind von den Flügeln der Hummeln
Um die Nase schlagen
Hier unten ist in Licht und Dunkelheit
Die Grenzenlosigkeit nicht weit
Ihr könntet schauen bis ans Ende der Welt
Wenn es dieses Ende gäbe
Ihr könnt einfach versuchen
Ganz weit zu schauen
Dann noch weiter
Über die Sterne hinaus
Ignoriert die Ränder
Schaut vom Tag bis in die Nacht hinein
Und am Ende wieder euch selbst.


        © Dominik Alexander / 2025
        © Ralph (image)

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