Sachsen. Ein Schauermärchen – Caput VII

Caput VII

Der frühe Vogel lauert emsig
Er sucht heut’ einen Spielplatz auf
Er will beraten über Frieden
Bedarf gibt es zuhauf.

Die Jugendhilfe hat geladen
Im Herzen sind hier alle grün
Es geht um Kinder und Familien
Wo täglich mehr Probleme blüh’n.

Konflikte zwischen Generationen
Hat’s immer schon gegeben
Doch manche tun, als würden wir’s
Zum ersten Mal erleben.

Die Atmosphäre ist gemütlich
Der Schatten schlägt die Sonne
Viel Zuspruch auch erfahr’ ich hier
Recht trügerische Wonne.

Denn rechte Medien hetzen weiter
Erreichen Menschen oft zu Hause
Die abhängig und arbeitslos
Verdummen ohne Pause.

Denn öffentlich-rechtliche Medien
Behaupten gerne vage
Dass alle Meinungen willkommen seien
Da hilft auch keine Klage.

Die Blauen werden medial hofiert
Journalisten scheinen nicht zu wissen
Was Dreiunddreißig in Deutschland geschah
Soll’n sie erst wieder die Flaggen hissen?

Dann wäre es jedoch zu spät
Lawinen hält niemand mehr auf
Das sagte einst Erich Kästner aus Dresden
Denn Sisyphos läuft stets bergauf.

Und Don Quixote kämpft gegen Mühlen
Wie heut’ die Grünen gegen Autos
In Deutschland ist’s beschloss’ne Sache
Wir stell’n uns einfach ahnungslos.

Doch etwas Hoffnung hab’ ich schon
Wenn ich mit Menschen spreche
Die offen sind für Argumente
Und zahlen ihre Zeche.

Nicht wie betagte Kapitalisten
Die ihre Steuern sparen
Ihr Geld in junge Frauen stecken
Anstatt im Knast zu garen.

Auch heute Abend bin ich gnädig
Und sehe ab von weit’rer Schmäh
Ich komm’ zur Ruh’ im Café Story
Auch wenn ich keinen Ausweg seh.

So gut könnte es allen geh’n
Wär’n wir wie Pflanzen im Fenster
Wir gingen uns nicht an den Hals
Und fürchteten keine Gespenster.


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        © Dominik Alexander / 2023

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