Die kühle Luft des Morgens hängt noch in den Zweigen
Geigenklänge dringen an meine Ohren
Geboren bin ich, um dem Wind zu trotzen
Motzen hilft ja nichts, da muss das Kind jetzt durch
Lurche allerdings such ich am Wegesrand vergeblich
Unerheblich sind die trüben Tage
Sage mir doch einfach, du willst gehen
Sehen wir uns noch einmal im Leben
Weben wir die Fäden ab und zu im Takt
Nackt nur werden wir geboren
Verloren trachten wir nach Heim und anderen Menschen
Wünschen wir uns alle zuweilen nicht das gleiche
Reiche können selten nur verstehen
Drehen wir uns nachts im Kreise
Reise ich mit dir bis zu den Sternen
Lernen müssen wir doch sowieso bis in den Tod hinein
Sein oder nicht Sein
Keine Frage ist das doch
Noch bin ich jedoch recht heiter
Weiter als bis zum Horizont hat niemand je gesehen
Wehen mir nun Sonnenstrahlen um die Nase
Blase ich den Goldstaub von meinem Gefieder
Lieder erklingen hell in meinem Kopf
Hopfen mag ich flüssig nicht genießen
Niesen muss ich, wenn die Gräser wieder blühen
Glühend wird die Leidenschaft versiegen
Kriegen mich die alten Autofahrer noch in diesen Gassen
Hassen müsste ich zuweilen vor mich her
Mehr noch als an diesen trüben Tagen
Sagen muss man gar nichts mehr zum Glück
Verrückt ist jeder schon ein kleines bisschen
Schenkelklopfer dröhnen dumpf aus Wirtshäusern hinaus
Saus und Braus kann ich nur ahnen
Mahnen werde ich heute ganz bestimmt nicht mehr
Kehr ich doch dem Schicksal meinen Rücken
Bücken nach den Senkeln, die den Schuh zusammenhalten
Verwalten, was sonst nur der Himmel kennt
Brennt in mir das Abendfeuer
Abenteuer werden jedoch nicht mehr draus.
© Dominik Alexander / 2024
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