Der Tag liegt still
Und meine Augen ruhen
Auf einem Grashalm
Der sacht vom Morgennebel gebogen
Entspannt versucht
Die ersten Sonnenstrahlen
Abzuholen —
Er grüßt das Licht
Wie ich versuche
Es auszuschließen
Mit dunklen Gläsern meiner Sonnenbrille
Um wie so oft zu betonen:
Ich brauch dich nicht
Um Wärme auf der Haut zu spüren
Verdirb mir nicht die Sicht
Aufs große Ganze
Aufs Detail —
Und lieg ich doch den Tag lang auf der Lauer
Mein Schatten wandert um mich her
Verlässt mich nicht
Wird kürzer
Wieder länger
Vereinigt sich mit mir
Wenn die Nacht einbricht —
Verlang nur nicht zu viel
Von mir
Und von den Meinen
Wir sind nur hier
Solang du willst
Du kannst nur schauen
Während wir am nächsten Morgentau uns laben —
Nur zu
Es stört mich nicht.
© Dominik Alexander / 2024
© Felix Mittermeier (image)