Des Affen feuchte Träume

Er legt sich in den warmen Sand
Streicht sich übers Gemächt
Brüllt vor Wonne
Damit ihn die anderen ansehen
Angeekelt vielleicht
Aber sie schauen
Und das ist immerhin das wichtigste —

Er streckt sich und schaut selbst
Nicht auf die anderen
Auf sich selbst
Bewundert was er hat
Was die anderen nur sehen dürfen
Versuche zu lachen
Es wird wieder nur ein Kreischen —

Die blasse Aura um die Sonne sagt ihm nichts
Er spürt nur: der Sand ist warm
Wenn ich mich da berühre
Spüre ich dass ich zurecht der Anführer bin
Dass da nur ein Beutel baumelt
Wo andere zwei herumtragen
Macht mich zum König —

Er erwacht bei Sonnenuntergang
Der Sand ist kalt und voller Exkremente
Er hasst das Erwachen aus feuchten Träumen
Er zeigt sich
Doch er ist allein
Wie klein seine Welt tatsächlich ist
Vermag er nicht einmal zu ahnen.


        © Dominik Alexander / 2024
        © Alexa (image)

Thanks for sharing your thoughts!

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.