Wer sind wir denn, dass wir die Letzten achten
Dass wir betrachten nur, was dieses Land im Kleinsten auseinandertreibt
Wenn nur der Erste bleibt und alle anderen gehen
Dann sehen wir doch immer nur das gleiche
Die bleichen Stirnen ohne Sonnenbrand
Wer kommt denn durch die Stadt gerannt, wenn alle sich verkriechen
Die Siechen ziehen schon daher und stehen ein
Was keiner sonst für sie in Händen hält
Geld hat keiner ja mehr heute
Und Beute machen ohne Kassen – wo geht das noch?
Ins Joch versetzen will die Unvernunft
Was unsere Zunft der Hinterhergeborenen tadelt
Geadelt werden Herkunft und Beziehungskisten
Ausmisten müsste man hier und dort
An anderem Ort steht noch die Guillotine in Gedanken
Ins Wanken kommt die Bürgerschaft in anonymer Masse
Denn ohne Klasse lässt sich’s freilich ungezwungen leben
Und streben ist doch längst ein Kampfbegriff
Das Schiff der Tat schafft’s lediglich zur nächsten Brücke
Bevor ich von der Demokratie abrücke, verlese ich jedoch noch einen Vers:
Den anderen mag unterstes Niveau beschieden sein
Vernünftige sind’s jedoch, die alles hauen kurz und klein.
© Dominik Alexander / 2024
Ein Spruch der Spontis war “Mach kaputt, was Euch kaputt macht”. Demokratie ist, leider, ein Auslaufmodell.
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Und bei vielen Menschen ist leider noch nicht angekommen, dass zur Freiheit nicht nur Rechte, sondern vor allem auch Pflichten gehören.
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