Da ist immer so ein befreuendes Gefühl, wenn ich von der ab und zu gefährlichen Straßenüberquerung direkt in den Park einschwenke, weiß, dass mir kein Auto hierhin folgen kann, schließlich noch die mit hohen Bäumen bewachsene Schwelle durchquere und schließlich unter blauem Himmel auf einem Schotterweg mit feinem Kiesel durch eine Wiese fahre. Am Horizont nur Bäume, vereinzelt kleine Menschen in ebenso weiter Distanz und Straßengeräusche nur sehr dumpf und unscharf. Ausgesperrter Straßenalptraum. Für den Moment ist Zeit nur eine vage Idee. Zwar bewege ich mich, doch Veränderungen sind nicht sichtbar. Gerade noch dem Straßendreck ausgesetzt; schon inmitten beruhigenden Grüns, Vogelzwitschern nur eine Armlänge entfernt. Was gäbe ich dafür, wenn die Autokraten dieser Welt das hier sehen und wahrhaftig erleben könnten. Sie müssten gezwungen sein, diese Schönheit zu sehen, sie in ihren Herzen zu spüren. Und kommt mir nichgt damit, sie hätten kein Herz. Jeder Mensch hat und braucht ein Herz, auch dieses nur übertragene, das jedoch so viel wichtiger ist als das pulsierende Stück Muskel in der Brust. Alle Autokraten dieser Welt müssten in einen Käfig gesperrt werden, der inmitten der Wiese in diesem Park steht. An einem warmen Frühlingstag unter heller Sonne. In sichtbarer Entfernung schwimmen Enten mit ihrem niedlichen Nachwuchs, watcheln dann hinüber zum Käfig und schauen hinein. Augenpaare treffen auf Augenpaare. Und alle Kriege der Welt sind beendet. Lasst mir einfach diesen kleinen Grashalm Utopie. Aktuell haben wir sonst nicht viel mehr.
© Dominik Alexander / 2025