Unnützes versuche ich auszublenden
Um meine Lebenszeit nicht zu verschwenden
So wie den Baulärm vor der Tür
Oder den Typen neben dir
Von der Weltpolitik will ich gar nicht beginnen
Denn dann werde ich noch ganz von Sinnen
Von der Dummheit ganz zu schweigen
Die den Menschen befällt
Wenn er giert nach noch mehr Geld
Während andere gar nichts haben
Sollen sie sich doch laben
An Luft und Liebe
Und wenn ihnen das nicht reicht
Setzt es Hiebe
So oder ähnlich ist der Lauf der Zeit
Die einen sind zu allem bereit
Was Kommerz bringt
Obwohl dessen Herkunft zum Himmel stinkt
Die anderen wollen einfach nur sein
Egal wie klein
Hauptsache da und bewusst
Kein bisschen selbstbewusst
Dafür mit Anstand and einem Lächeln im Gesicht
Es sind diese Menschen, die es braucht und nicht
Die Oligarchen, die schon alles haben
Die sich gebärden wie Küchenschaben
Die Welt ist ihnen nicht genug
Sie sparen schon für den ersten Landeanflug
Auf den Mars
Sollen sie dort mal schön bleiben
Doch lange werden wir uns die Hände nicht reiben
Denn die zweite Reihe schon mit den Hufen scharrt
Was sind wir aber auch vernarrt
In den viel zu schönen Schein
Lassen uns blenden und schwören Stein und Bein
Dass es uns im Schwarz und Weiß wirklich besser geht
Auch wenn dieses Grau in alle Winkel weht
Verharren wir und lauschen gespannt
Dem Baulärm von der jenseitigen Wand
Einreißen ist sowieso besser als zu errichten
Das kennen wir doch aus Großvaters Geschichten
Nicht wenige hätten das heute gerne wieder
Doch vielen mehr sind diese Typen zuwider
Die sich ihre Gefolgschaft kaufen
Und sich trotzdem jeden Abend besaufen
Weil sie sich selbst nicht ertragen können
Sich nichts Schönes unter der Sonne gönnen
Weil sie sich selbst so sehr hassen
Wie die Menschenmassen
Die vor ihnen kriechen
So wie die Siechen
Die das nicht tun
Sondern ruhen
Und den Lärm ertragen
Ohne Fragen
Wir jedoch sollten wieder festzurren
Was die Tauben von den Dächern gurren
Wie hieß es gleich noch?
Ach ja, Demokratie.
© Dominik Alexander / 2025
© The Other Kev (image)