Klasse! Klasse! Klasse!

Egal, wo Grönemeyer spielt
Egal, wo er auftritt
Es ist immer Bochum
Das die Leute aus voller Kehle mitgröhlen
Denn egal, wo er auftritt
Die Leute sind immer ausm Pott
Sie ziehen mit
Sie gröhlen mit
Bochum
Denn wer einmal dort war
Gehört dazu
Auch das bloße Durchfahren zählt
Bekommt Bochum nicht mehr aus dem Kopf
Bochum —

Im Herbst seiner Zeit
Genügen Stichworte
Die er aus sich herausstößt
Wie etwas
Das weg muss
Doch nicht fort
Sondern unter die Leute
Es sind Stichworte wie
Männer
Flugzeuge
Bauch
Schmerz
Zeit
Mensch
Doch aus allen spricht Liebe
In diesem Menschen
Und aus diesem Menschen
Spricht so viel Liebe
Dass es ein einzelner Mensch kaum aushalten kann —

Es sind die leisen Töne
Die das Herz beinahe zerreißen
Er meint
Er hätte es nicht so im Kopf
Dafür umso mehr im Herzen
So viel Gemeinschaft an diesem Abend
Auch wenn vieles unverständlich bleibt
Es sind nur Worte
Doch die Gesten zählen umso mehr
Es sind Berührungen, die berühren
Mit Worten fängt es an
Sie schaffen eine Verbindung
Die Ost und West
Nord und Süd einen
Denn Bochum ist überall —

Die Stimme ist mächtig
Übermächtig
Eigenmächtig
Bochum ist zentral
Viele Worte sind Geräusch
Doch ganz viel Gefühl
Der Pulsschlag aus Stahl
Aus Tausenden Herzen
Schlägt den Takt
Macht als Gefühl völlig nackt
Macht Sehnsucht keimen
Macht denken
An die Menschen
Die heute nicht da sind
Die nie mehr da sein werden
Auf Erden
Doch stets weiterleben
In unseren Herzen —

Auch das steckt in Bochum
Das Herz auf der Zunge
In jedem Wort
Immer nur fort
Gedanken dem Nächsten
Schrankenlos
Immer nur Bochum.


        © Dominik Alexander / 2025

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