Monophobia

Es wäre nur ein Schritt für einen Menschen. Kein Schritt für die Menschheit. Denn die sieht ihn gar nicht. Ein Mensch steht allein am Abgrund und traut sich nicht. Er zaudert, hadert.

© Dominik Alexander / 2023

auf dem totenbett

da ist ein mensch
der in die leere fällt
er breitet seine arme
doch seine gedanken dabei hält

© Dominik Alexander / 2023

Seid still, ihr Iden

Es heißt, jeder sei der Mittelpunkt der Welt. Überall ist das Zentrum. Wir ziehen uns an und stoßen uns ab. Tagtäglich das immer gleiche Spiel mit den Anziehungskräften, den Abstoßungsrhythmen, mit denen wir uns durch die Musik des Lebens tanzen.

© Dominik Alexander / 2023

Wegbereiter

Neues Jahr
Willkommen, du
Du neuer Freund
Noch unbekannt und ohne Vorurteile

© Dominik Alexander / 2023

nEUANFANG hinter dem rEGEN

Ich erwische mich dabei,
wie ich schon nach Adventskalendern suche;
kann das eNDE des Jahres gar nicht erwarten,

© Dominik Alexander / 2022

Sonnet #9: Zeiten(w)ende

Wenn irgendwann zu ferner Zeit verlischt
Das Licht der Welt ein glimmend Funke nur
Steh’n seltsam frohgemut am Rand der Gischt
Die letzten Menschen sinnend ihrer Spur

© Dominik Alexander / 2021

Ausgesperrtes Träumen

Brülle die Stille hinein / In den Raum
In dem die Träume sind / Lass sie sich schwindlig husten

© Dominik Alexander / 2020