Mein Land ist das Meer

Ich rede mir ein
Wenn der Morgen stürmt
Wenn es Bäche regnet
Wenn die Straße Blasen wirft

© Dominik Alexander / 2023

Im Knistern der toten Gräser

Am Abend zieht der Sturm herauf. Er wirbelt Gedanken durch die trockenen Gräser. Lässt sie sinken. Nimmt sie wieder auf und trägt sie mit sich fort.

© Dominik Alexander / 2023

Wenn der Wolf den Wind anheult

Düster hängen die Gedanken über dem dunklen See
Es frohlockt der Rabe
Es vierblättrigt der Klee

© Dominik Alexander / 2023

Regen, Regeln und der Sturm

Ohne Regeln stehen wir im Regen
Oder gehen spazieren mit den falschen Leuten
Die wir in einem anderen Sinnzusammenhang
Mit dem Hintern nicht anschauen würden

© Dominik Alexander / 2022

Sturmtiefe

War das seine Art, bei ihm zu bleiben? Zu gehen; zu kommen – wieder zu gehen? Nie kommen, um zu bleiben. Immer nur kommen, um wieder zu gehen. Damit Esau auf ihn warten musste. Auf das Schiff. Auf Rebekka und das Kind.

© Dominik Alexander / 2020

Abakus

Abakus in den Feldern
Ringsum die Weizenähren
Rückläufig das Meer
Nur noch Gedanken

© Dominik Alexander / 2020

Enzianrhapsodie

Im bergigen Tal / Wo der Enzian spricht
Sind wir stets erpicht / Auf physische Qual.

© Dominik Alexander / 2017