Sonnet #30: Allein

Ein Hauch von Müll entlädt sich an der Straße
An jeder Ecke, um genau zu sein
Die süße Fäulnis fliegt in einem Maße
Dass Demut hilft beim Morgenlauf allein
Touristen warten auf den Abtransport
Da helfen keine fliegenden Gedanken
Zum Glück kann ich zu Fuß von ihnen fort
Wer früher wegkommt, kann sich nur bedanken
Dann bin ich selbst Gefangener der Zeit
Die Fahrt schleppt sich dahin als Menschenzoo
Kein Stück an Freiheit kilometerweit
Wer stehen muss, vermisst sie sowieso
        Mein Sehnen, mit dem Sauserstoff zu sein
        Zu atmen; ohne Menschen – ganz allein.


        © Dominik Alexander / 2022

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© Johannes Wünsch (image)

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