Spaziergang um den Großen Garten im Winter

Man muss schon ein bisschen bekloppt sein, um den Großen Garten in Dresden spazierend zu umrunden, ohne auch nur einen Fuß hineinzusetzen. Immerhin ist ein Garten dazu da, um in ihm zu gehen, die frische Lust zu atmen, das Grün auf beruhigende Weise auf die Psyche wirken zu lassen. Doch im Winter offerieren die weitestgehend unbelaubten Bäume einen weiten Blick ins Innere; bunte Blüten gibt es dort ohnehin gerade nicht, und auch Bauten und Geschehnisse trans hortum werden sicht- und erlebbar. Der Blick von außen bietet einen etwas anderen Blick in den Garten hinein. Der Spaziergang dauert bei sechs Kilometern etwa eine Stunde. Kommt einfach mal gedanklich mit.

Am achten Februar anno Zweitausenddreiundzwanzig ist es draußen frisch, aber sonnig. Schon lange hatte ich die Idee mit mir herumgetragen, den Großen Garten in Dresden einmal fußläufig zu umrunden. Oft schon bin ich mit dem Fahrrad sowohl die via praetoria in Ost-West-Richtung als auch die via principalis in Nord-Süd-Richtung entlanggefahren. Etwas gemächlicher entdeckt hatte ich den Garten zuvor auch schon; immer mal sporadisch auf einer kleinen Runde oder wenn ich gerade in der Nähe war auf einen Schlenker hinein. Doch seit Dezember 2022 wohne ich ganz in der Nähe. Also wollte ich das Areal einmal in Gänze strategisch umkreisen. Immerhin habe ich den Großen Garten bereits mit einem römischen Militärlager verglichen. Das entspricht zwar nicht der Realität – zum einen sind die Römer so weit in den Osten nie gekommen; zum anderen ist der Große Garten erst sehr viel später entspanden – doch sich einen Überblick von außen zu verschaffen, offenbart meist unverstellte Blicke auf Details. Dazu mehr weiter unten im Text.

Im Sommer spaziert man dann lieber durch den Großen Garten als drumherum

Meinen Spaziergang im kalten Winter beginne ich am Ausgang der Lipsiusstraße an der Nordseite des Großen Gartens. Stoße von Norden her auf den Garten und laufe dann ostwärts, das kahle Geäst rechts liegenlassend. Links von mir liegt die Stübelallee, eine vierspurige Verkehrsschlagader, deren Benutzung sich Autos und Straßenbahnen gütlich teilen. Mein Fußweg ist gleichzeitig Radweg und latent mit einer Mischung aus Sand und Kies befestigt, der seinen Aggregatzustand bei Regen schnell in Morast verändert. Wenn dann Fahrräder an Fußgängern vorbeifahren, trägt das nicht zur friedlichen Völkerverständigung bei: Der Radfahrer beschmutzt den Fußgänger, und zu Hause stellt der Radfahrer fest, dass er bei der nächsten Regenfahrt besser doch die Straße nutzt.

Heute regnet es jedoch nicht. Ganz im Gegenteil scheint die Sonne, und irgendwie habe ich an allen vier Seiten des Großen Gartens das Gefühl, ihr beständig entgegenzulaufen. Ich blinzle und kann kaum etwas Detailliertes erkennen. Erst als ich mir später meine Fotos zu Hause anschaue, stelle ich fest, was ich alles hätte sehen können.

Winterliches Bildkompositum von zwei Bildern vom Großen Garten in Dresden in Winterstimmung.
Eine wässrige Verklumpung an der nördlichen Längsseite des Großen Gartens, mit einer zarten Schneeschicht bedeckt. Im kleinen Bild links unten wirft ein Baum seinen langen Schatten von sich.

Die Natur der Umrundung einer städtischen Gartenanlage bringt es mit sich, dass man den Verkehr nie aus dem Blick verliert. Im Garten dagegen zwitschern Vögel, man kann dem Schnee beim knisternden Tauen zuhören, an der immer gleichen Stelle bearbeitet ein Specht totes Holz. Als ich an der Stübelallee entlanggehe, fallen mir die Toten ein, von der mir eine ältere Frau erzählt hat. Je näher ich dem vielstöckigen Hochhaus jenseits der Allee komme, versuche ich mir immer detaillierter vorzustellen, wie es wohl sein muss, sich aus einem Hochhaus zu stürzen. Wie verzweifelt muss ein Mensch sein? Oder wie betrunken?

An dem Morgen des 12. Dezember 2022, als ein Mann erst seine Mutter erschossen und kurz darauf in der Galeria Kaufhof am Dr.-Külz-Ring Geiseln genommen hatte, war der öffentliche Nahverkehr zum Erliegen gekommen. Es war kalt, es lag Schnee, und ich wollte zum Baumarkt. Von der unterdessen beendeten Geiselnahme hatte ich kurz zuvor erfahren, doch noch immer fuhr keine Straßenbahn. Also lief ich bis zur nächsten Haltestelle und wartete dort. Irgendwann kam die ältere Frau, wunderte sich, dass keine Bahn kam, also beschrieb ich ihr die Lage. So kamen wir ins Gespräch, eben auch darüber, dass das Hochhaus, das wir von dort – einer der vier Ecken des Großen Gartens – aus sahen, berüchtigt für seine vielen Selbstmörder sei. Dass auch heute wieder viele Sirenen zu hören sind, liegt aber vor allem am nahegelegenen Universitätsklinikum.

Teil eines Klettergerüsts aus Seilen an einem der Eckeingänge des Großen Garten in Dresden. Außerdem oben und unten rechts zwei kleine Bilder mit grünen Ranken respektive Mistelzweigen.
Am Eingang ein Netz. Damit fängt der Große Garten jedes Kind für sich ein. Radfahrer umrunden den Sand und fädeln sich durch einen der kleinen Nebenwege, wenn es trocken ist. Bei Schlamm eher nicht zu empfehlen.

Bobcats, Hunde und Trauerweiden

Vielleicht ist es ja der nahe Spielplatz mit der Kletterspinne, der für Menschenverklumpungen genau in dieser Ecke des Großen Gartens sorgt. Auch wenn es kalt und der Spielplatz selbst nicht stark frequentiert ist. Dennoch hat diese äußerste Ecke stadtauswärts ihren ganz besonderen Charme. Im Sommer liegt der äußere Spazierring behaglich eingehegt mit einer breiten Hecke im Rücken von der Karcherallee streng getrennt. Im Winter ist es etwas lichter. Doch ab und zu ruht sich jemand kurz auf einer der Bänke aus.

Direkt an der Straße ruht ein Bobcat-Bagger. Als ich an ihm vorbeigehe, finde ich ein vom Baum gefallenes Mistelnest. Doch Geraschel aus Richtung der lichten Hecke lässt mich meine Aufmerksamkeit wieder dem Großen Garten zuwenden. Trotz rhythmischen Verkehrslärms von links nehmen mich die Geräusche von der anderen Seite weit mehr gefangen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich einfach nicht sehe, was genau da aller zwei Schritte raschelt, schnauft, kratzt und scharrt. Es können Igel sein, Amseln, Mäuse oder auch ein Fuchs. Im Botanischen Garten auf der entgegengesetzten Seite ist mir schon mal einer über den Weg gelaufen. Krähen sind es jedoch nicht. Denn die stolzieren ganz selbstbewusst vor aller Augen durch ihren Besitz.

Der Große Garten ist das Reich der Krähen. Jedenfalls im Winter. Spatzen, Meisen und andere kleine Singvögel sind in die Außenhecken verbannt. Genau dort, wo auch kleine Hunde ihre Herrchen Gassi führen und junge Väter mit ihrem Nachwuchs spazieren. Seltsamerweise sehe ich kaum Frauen. Müssen sie arbeiten, während die Väter in ihrer Elternzeit sind? Müssen sie Mahlzeiten zubereiten, Wäsche waschen und anderweitig den Haushalt organisieren, weil die Corona-Zeit die altbewährte Rollenverteilung wieder geradegerückt hat? Oder ist es ihnen schlichtweg zu kalt? Ab und zu begegnet mir ein Rentnerpärchen, von dem sich oft die Frau an den Mann schmiegt. Vielleicht sind es doch nur die Temperaturen.

Blick in eine Seitenallee im Großen Garten in Dresden. Bäume stehen in Reih und Glied. Am Boden wächst akkurat gestutztes Gras. Darüber thront ein blauer Himmel.
Ab und zu öffnet sich der Große Garten von außen und lockt mit akkurat gewachsenen Alleepflanzungen, auch abseits der großen, betonierten Einfallstraßen.

Jenseits der Karcherallee stehen kleinfürstliche Villen in kleinen Gartengründen. Oft steht darauf eine voluminöse Trauerweide, die vieles von dem verdeckt, was die Bewohner doch eigentlich zur Schau stellen wollen. Es sind schmucke Häuser mit viel Zierrat, doch ebenso wie das Barocke in Dresden ein wenig entrückt aus der Wirklichkeit. Das spiegelt sich hier und da in den großen und kleinen Sandsteinskulpturen, die überall im Großen Garten verteilt sind. Oft sind es mythische Gestalten aus der griechischen und römischen Antike, die zuweilen eher abschrecken als einladen. Ein recht martialisches Beispiel dafür ist der überlebensgroße Herakles, der drauf und dran ist, den Kerberos zu erschlagen. Der Höllenhund brüllt aus Leibeskräften. Doch zu hören ist lediglich der Straßenlärm.

Bildkompositum aus brüllendem Höllenhund Kerberos als Statue aus Sandstein und der Bildaufschrift "Schrei lautlos in den Himmel hinein; labe dich an Gedanken, die niemand sonst hört."
Schrei nur, Kerberos, schrei! Es wird dich niemand hören. Auch nicht in hundert Jahren! Schrei lautlos in den Himmel hinein; labe dich an Gedanken, die niemand sonst hört.

Was wollten uns die Künstler damit sagen? Oder vielmehr ihre Auftraggeber? Kommt ja nicht hier hinein in unseren Garten! Nicht abgeschreckt mehr seid ihr erst, wenn ihr um derö eigentliche Natur wisst. Doch kleingeistig seid ihr, denn ihr erkennt hier lediglich einen kläffenden Köter. Uns aber sichert er bleibenden Ruhm und Erinnerung. Denn so, wie einst der mythische Herakles den Höllenhund erschlug, besiegen auch wir den Tod mit unserem Mäzenatentum.

Kybernetischer Baum und rote Frau

Das kalte, aber sonnige Wetter bringt es mit sich, dass die Natur am Großen Garten zuweilen stimmige Schatten wirft und bestimmte Dinge so beleuchtet, dass sie im Bild besonders gut zur Geltung kommen. So schlendere ich auch an einem Baum vorbei, den einst wohl der Blitz traf. Anders kann ich mir die ihm angetane Flickschusterei jedenfalls nicht erklären. Wie ein Ritter trägt das, was vom Baum noch übrig blieb, einen Schild vor sich, der ihm jedoch – anders als beim Ritter – angenagelt wurde. Wahrscheinlich war nach dem mutmaßlichen Blitzeinschlag noch so viel Leben in ihm, dass man ihn nicht fällen konnte oder wollte, er aber auch nicht zur Gefahr werden durfte. In jedem Fall sticht er jetzt hervor, auch wenn dafür nur die Sonnenstrahlen sorgen, die sich im Metall verfangen und den Spaziergänger blenden, wenn er gerade günstig steht.

Collage aus fünf Fotografien vom Rand des Großen Gartens in Dresden. Zu sehen sind: Erlenfrüchte, Efeuranken an einem Baumstamm, ein Metallschild an einem Baum, ein Teich mit Schilfgras und Bäumen, eine Nahaufnahme eines Baumes mit Licht und Schatten am Stamm.
Wer nur die Bilder schaut, erkennt Naturromantik hier mit einem edlen Ritter gar in seiner Rüstung. Die Kälte sieht man nicht, den Frost, der in die Finger kroch. Jedoch die Standhaftigkeit der Bäume, die allem Wetter trotzen.

Schon ist die erste kurze Seite des Gartens überwunden, und ich biege erneut nach rechts ab, laufe nun an der Tiergartenstraße entlangt. Hier wird der Große Garten etwas lichter und erlaubt tiefere Einblicke bis weit in sein Inneres. Bei einer großen, grünen Lichtung bleibe ich für einen Moment stehen. Meine behandschuhten Hände tief in die Jacke vergraben, schaue ich fasziniert auf die Wolkenbildung, die meine Atmung hervorruft. Es sieht so aus, als entstünden direkt kleine Eiskristalle, in denen sich das Sonnenlicht vor mener Nase mehrfach bricht. Vielleicht bilde ich mir das auch nur in der Rückschau ein. Dennoch ist selbst dieses Gedankenbild ein schönes.

Keine Einbildung ist die rote Frau, die ich gerade noch so im Bild gefangennehmen kann, bevor sie am Rand der Lichtung ins Geäst des Großen Gartens taucht. Als Komplementäre sind das Grün des Gartens und das Rot des Frauenmantels ein intensiver Kontrast, für den es gar nicht fiel Hinwendung braucht, um ins Auge zu fallen.

Eine Lichtung am Rand des Großen Gartens mit einem Pfad, auf dem eine Frau im roten Mantel läuft. Am unteren rechten Rand ist die Frau noch einmal im vergrößerten Bildausschnitt zu sehen.
Im Bild kreuzt ein Mann vor der Frau im roten Mantel ihren Weg. Wenig später schaut er sich nach ihr um, geht dann aber weiter, während sie – für mich – hinter den Bäumen verschwindet. Aus dieser winzigen Begebenheit entspinnt sich in meinem Kopf bereits eine Kurzgeschichte.

Weiter die südliche Längsseite des Großen Gartens entlang fällt der Blick aufs Ufer des Gondelteiches, in dessen Zentrum sich das Carolaschlösschen befindet. Hier erlaube ich mir ein paar Schritte in den Großen Garten hinein, um dem Teich ein Bild zu entlocken. Gegondelt wird hier nur in den warmen Monaten; im Carloaschlösschen kann dagegen ganzjährig diniert werden.

Tiergarten und Zoo

Die Tiergartenstraße trägt ihren Namen aus ganz pragmatischen Gründen. Denn jenseits der via principalis beginnt es nach Zoologischem Garten zu riechen. Im Winter kaum, im Sommer dafür kaum erträglich. Die Straßenbahnhaltestelle direkt vor dem Haupteingang ist ein futuristisches Kleinod. Mit seinen pilzartigen Unterständen wirkt sie wie verstellt, an diesem Ort ein wenig unpassend. Lediglich die Bronzeplastik der drei Kronenkraniche schafft eine Verbindung zum nur wenige Schritte entfernt beginnenden Tiergarten.

Bildkompositum aus einer Bronzeplastik mit drei Kronenkranichen, einem Hintergrundbild vom Großen Garten, einem neongrünen Punkt mit Gedicht: "Wir fliegen über kein Dickicht mehr, denn wir sind Stein. Wir überdauern die Zeit und die Menschen, die uns einst aus der Heimat hierher verschleppt."
“Wir fliegen über kein Dickicht mehr, denn wir sind Stein. Wir überdauern die Zeit und die Menschen, die uns einst aus der Heimat hierher verschleppt.”

Was mich jahrelang abgeschreckt hat, den Dresdner Zoo zu besuchen, befand sich noch vor dem Eingang. Direkt vor dem Drehkreuz war ein Terrarium in die Wand betoniert. Durch die Scheibe konnte man eine Spezies beobachten, die mich gleichzeitig abstießen und faszinierten: Nacktmulle. Hatte ich die Nacktmulle vor dem Eingang gesehen, konnte ich mir den weiteren Zoo-Besuch sparen. Bis heute habe ich keine Ahnung, was uns die Natur mit dieser Spezies sagen will.

Das Terrarium gibt es beriets einige Jahre nicht mehr, jedenfalls nicht direkt am Eingang. Doch die Nacktmulle sind nicht die schlimmste Spezies, die es in Dresden gibt. Wenn die südliche Längsseite überwunden ist, zeigen sich die ersten Spuren derer, die in einem anderen, nahegelegenen Zoo ihr Zuhause haben: Dynamo-Fans. Mit Aufklebern tapezieren sie Laternenmasten; ihre Graffifi zieren sämtliche ehemalige Freiflächen im unmittelbaren Einzugsgebiet bis zum Hauptbahnhof. Doch diese Worte genügen dazu. Lieber zeige ich noch ein Bildkompositum einer großflächigen Widmung für Peter Joseph Lenné, dem bedeutenden Gartenarchitekten, nach dessen Entwurf der Große Garten in den Jahren 1859 bis 1869 angelegt wurde.

Bildkompositum der großflächigen Widmung für Peter Joseph Lenné im Zentrum, mit sieben kleineren Detailansichten.
“Nichts gedeiht ohne Pflege; und die vortrefflichsten Dinge verlieren durch unzweckmäßige Behandlung ihren Wert.”
– P. J. Lenné

Bruchstücke und gläserne Fassade

Nach der nächsten Rechtskurve geht es in nördlicher Richtung weiter, an der Lennéstraße entlang – eine der ganz wenigen Straßennamen, die ich mir gut merken kann. Ansonsten sind Straßennamen für mich ein Mysterium. Als Radfahrer, der eher auf Autos achten muss als auf Straßennamen, vielleicht nachvollziehbar.

In jedem Fall müssen wir hier ein gutes Stück Dynamoterritorium hinter uns bringen. So wie in Liverpool ist auch in Dresden die Heimstadt des berühmtesten Fußballklubs der jeweiligen Stadt beinahe ins Zentrum gesetzt. Und so ist es auch mit der jeweiligen Fankultur. Im Falle Dresdens: Graffiti pflastern hier den gesamten Weg am schönen Großen Garten entlang. Da mag ich gar nicht gerne hinschauen, sondern sehe zu, dass ich weiterkomme. Üblicherweise in den Garten hinein. Aber heute direkt weiter. Ich laufe am Arnhold-Bad vorbei. In etwas weiterer Entfernung ahnt der Vorübereilende das Deutsche Hygiene-Museum. Und nach der berühmten Cockerwiese wende ich mich am Straßburger Platz zum letzten Mal auf diesem Spaziergang nach rechts.

In der Fassade der Gläsernen Manufaktur spiegeln sich mehrstöckige gelbe Häuser von der anderen Straßenseite. Davor wachsen auf einer Wiese Kräuterrabatten.
Alt spiegelt sich im Neuen.

Nun laufe ich wieder an der Stübelallee entlang. Diese gesamte vierte Ecke wird von der Gläsernen Manufaktur dominiert. Die hohe Glasfassade versperrt meine Sicht auf die sich bereits im scheinbaren Sinkflug befindliche Sonne. So spiegeln sich im Foto zwar die alten Häuser von jenseits der Alleestraße; doch meine Augen sehen durch die Glasfassade direkt hindurch. Mein Blick fällt auf die vielen Autos, die in nicht weiter Zukunft nicht mehr hinter Glas stehen, sondern neben mir auf den Straßen brettern.

Lieber schnell weg von hier. Denn mit dem Botanischen Garten der TU Dresden schließt sich ein viel lohnenderes Ziel an, das ich heute jedoch nicht mehr besuchen kann. In den Wintermonaten öffnet er nur bis halb vier seine Pforten. Ab April kann man hier bereits bis um fünf die nahe und ferne Flora erkunden. Schließlich werfe ich noch einen kurzen Blick auf die via principalis bis zum Palais. Mein letztes Foto für heute. Dann dauert es nicht mehr lang, und ich bin erneut daheim.

Blick vom nördlichen Rand des Großen Gartens in Dresden auf das Palais in dessen Zentrum.
Nicht einmal im Winter sieht es hier trostlos aus. Schieben wir es auf die klare Luft und den blauen Himmel.

        © Dominik Alexander / 2023

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