entwurzelter puffreis sucht freunde
gebieterisch schürzt er die lippen
ein säuselndes nichts surrt vorbei
entrückt starrt aus dem schabernack
sein spiegelbild mit goldener borte
gar nichts hängt in den ästen dort
wo vernunft sich im kreise drehte
im rombus der zukunft schwillt eis
kerzengerade schwebt grünes säuseln
über den baumkamm herrscht der wind
raupengefieder versteckt sich dann
tut uns nicht gut so ein bestaunen
genügsam rollt sich das rotwild ein
wer verzagt denn an der himmelseiche
ins grauen willigt das fieber kaum
freude ermattet in habsburger gruft
fluchtgesänge durchschwingen im echo
beieinander sterben mit schönheiten
tagesanbruch in der tropfsteinhöhle
krächzen kauert im klammen putzstein
wollte er nicht gehen in dämmerung
stehenbleiben und sehen bei nacht
bei lichte betrachtet nur grautöne
das bunte liegt stur zu seinen füßen
begrüßen wir doch endlich das kreuz
schmerzen im zarten alter von neun
honigmund voller flieder und mieder
zu später stunde blüht licht im hemd
herbstzeitlose in der aluminiumdose
gefälliges riechen an rosenknospen
die sieche heimat ist ein altersstrom
filigran bleibt jugend nur im traum
unter dem erdreich erben die katzen
auf dem dach tanzen feuchte träume
im bad fließt kaltes wasser in not
über allem fließt orangener flieder
gemüter bauschen die fässer in sturm.
© dominik alexander / 2023