Du schaust in einen Spiegel
Und kannst dich doch nicht sehen
Die Tage werden länger
Schon längst wolltest du gehen
Du siehst das Bild vor deinen Augen
So nah und doch so fremd
Du kannst die Traurigkeit erkennen
Unter dem dünnen Hemd
Ein Spiegel schaut nicht weiter
Als über den Horizont
Wer auf der anderen Seite steht
Wird davor nicht verschont
Du kennst die Blicke
Weißt um die Worte
Und kannst doch nicht aus deiner Haut
Wo ist nur diese Pforte?
Die du doch ahnst; wo ist sie nur?
Wo ist der tief verwobene Sinn
Ein Funke würde dir schon reichen
Wahrscheinlich ist er in dir drin.
© Dominik Alexander / 2023