Grüner Klee ist ein einsamer Rufer

Ein Schatten läuft von dir zu mir
Es ist halb vier am frühen Morgen
Wir borgen uns den Abend von daheim
Schlafen ein und singen Lieder
In den Träumen fliegen Tiger
Wie Sieger sieht hier niemand aus
Heraus ins Freie klingt ein Sehnen
Von denen, die der Zukunft fliehen
Und lieber ziehen von Tür zu Tür
Ein mächtiges Gespür für wenig Geist
Und meist in diesen warmen Tagen
Da sagen wir nur still zu uns
Zur Kunst gehört es, nicht zu klagen
Zu wagen doch den Schritt nach vorn
Wer bläst ins Horn bei stiller See
Der grüne Klee geht ein ans Ufer
Und laute Rufer ziehen Menschen
Auf ihre Seite, ist das nicht schön
Bei Föhn ziehen sie erneut hinaus
Grausam kehren sie jedoch zurück
Kein Glück ist mehr auf dieser Erde
Denn Pferde sind nicht an der Macht
Bedacht hat er das Schicksal nicht
Denn seine Sicht war längst getrübt
Geübt jedoch vom vielen Scheinen
Sind seine Schatten noch am Berg
Wenn sieben Zwerge sich einst rühmen
Berühmt sind wir nur aus Geschichten
Die Schichten unserer bekannten Welt
Mit Geld und Buchdruck kam das Ende
Verwende Worte nur noch selten
Denn gelten können nur die lauten
Und schreien mag ich nicht.


        © Dominik Alexander / 2023
        © Enrique Meseguer (image)

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