Schluckauf im Festzelt der Eitelkeiten

Draußen verschlingt ein Habicht die letzten Sonnenstrahlen
Ich fahre ihnen wieder nur hinterher
Es ist schwer an einem Tag im Herbst
Da kommt das Leben oft nicht mehr hinterher —

                Mit Schluckauf bin ich bereits aufgewacht
                Früher haben die Eltern gesagt: da denkt jemand an dich
                Doch wer sollte das schon sein
                Ich will nicht schon wieder denken, dass nur ich das sein kann —

Nebelkerzen schießen ins dunkle Grau des Morgens
Was gäbe ich nur für eine Zeitmaschine her
Müsste ja gar nicht weit zurück
Nur an den Anfang, als ich dir begegnet bin —

                Zuletzt sitze ich in meinem Festzelt der Eitelkeiten
                Schaue auf ein Leben mit Schluckauf hinter Schluckauf hinter Schluckauf
                Dachte immer nur daran, dass doch niemand an mich denkt
                Wenn der Habicht doch über meinem Kopf nur kreist —

Denn wie antwortet man schon auf einen Schluckauf
Wenn es mir in deiner Gegenwart immer nur die Sprache verschlägt
Dann ziehe ich mich zurück in mein Festzelt
Und tue so, als würde mich schon wieder ein Schluckauf quälen.


        © Dominik Alexander / 2024

Thanks for sharing your thoughts!

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.