wo ist das helle
wenn man es braucht
die ranken gedeihen im dunkel
graben sich ein
ins gehirn
wollen tiefer und
ins breite und
bis ans ende und
darüber hinaus
wo das helle aus dem dunkeln —
wenn ich nur wüsste
wie man dich küsste
ich hätte es längst getan —
da ist ein splitter
in meinem auge
sage ich immer
wenn mir zum heulen ist —
irgendwann gehe ich
heute noch raus
wenn es wieder regnet
ich brauche heute
diese monotone melancholie
noch in mir —
das radar ist gegen mich
den ganzen tag regen
und jetzt
wenn ich mich endlich
dazu entschlossen habe
ist das radar hell
die blauen flecken
sind verschwunden
dabei wollte ich doch —
das hemd könnte auch so
mal wieder in die wäsche
komm in die gänge
fein oder
pflegeleicht oder
doch mix?
feinstaub brütet in der luft
doch mit diesen funken in den augen
fängst du mich immer ein
auch wenn ich blind bin.
© Dominik Alexander / 2026