Sonnet #103: Wahlsonntag

Gerechtigkeit sagt mir, verweile wo
Der Anstand noch zum Teil verborgen liegt
In dunklen Wäldern suche ich ihn so
Und finde nur Skelette unbesiegt
Wer Schuld trägt, ist doch meist das hellste Licht
Wer schuldig ist, glaubt sich auch noch im Recht
Verkehrt sind diese Zeiten jedoch nicht
Sind alle Menschen falsch; wer ist noch echt?
Wenn Wahrheit uns nur noch verborgen bleibt
Weil Zweifel und Gefühl Verstand zersetzen
Will ich der sein, der Wissen vorwärts treibt
Auch wenn sich Rechtsanwälte widersetzen
        Das Recht mag eine feste Größe sein
        Wer Unrecht will, schlägt trotzdem alles klein.


        © Dominik Alexander / 2026

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