Delirium

An den Wänden sind Schatten
Sie woll’n mich begatten
Das Licht leuchtet schwarz
Wie klebriges Harz

© Dominik Alexander / 2023

Mantra aus der jenseitigen Welt

Worte sind die Messer dieser Tage
Menschen werfen sie aus
Wie Haken an einer Angel
In einen stillen See hinein

© Dominik Alexander / 2023

Croissant für ein Brötchen mit Ei

Eigentlich hatte ich lediglich ein Eibrötchen gewollt. Für das Croissant hatte ich mich nur deshalb als erstes entschieden, weil ich noch kein Eibrötchen gesehen hatte.

© Dominik Alexander / 2023

Mit Nietzsche in der Straßenbahn

mit einem Lied auf den Lippen
versuch ich mich in den Morgen hineinzuschieben
einen Montag
der ebenso beginnt

© Dominik Alexander / 2023

Das letzte vom Tag

Ich befreie mich, und nehme dich mit in meine Träume. Heut Nacht wirst du mich sehen, ohne mich zu kennen. Ich warte hinter dem roten Haus, hinter dem blauen Baum, unter dem grünen Himmel.

© Dominik Alexander / 2023

Sonnet #51: Winterwunderland

Wir fahren durch ein Winterwunderland
Doch niemand schaut verzückt aufs weiße Draußen
Die Menschen sind mir alle unbekannt
Ihr starrer Blick aufs Display macht mich grausen

© Dominik Alexander / 2023