Jeder Tag ist wie ein Neuanfang

Hat mir der Mond noch was zu sagen
Wagen wir uns in den Tag hinein
Klein nur sind doch alle Sorgen
Morgen lädt das Helle wieder ein

© Dominik Alexander / 2024

Der Wind und der Tee

Ich schlürfe an meinem lauwarmen Tee, während draußen der Wind lautstark heult. Den Wind kann ich nicht beeinflussen. Doch wieso eigentlich nicht?

© Dominik Alexander / 2024

Heute freue ich mich aufs Schlafen

Wer danach befragt wird, wie er einmal sterben möchte, dann antworten wohl die meisten: im Schlaf. Allerdings nicht mit Mitte Vierzig. Da sollte dann schon mindestens eine Neun vorm Lebensalter stehen.

© Dominik Alexander / 2024

zeitlos. sprachlos

mich sinken lassen
wohin auch immer
ertrinken im rausch
gedankenlos und dann

© Dominik Alexander / 2024

Grammatik des Schreibens

Fliegende Gedanken mit fliegenden Fingern im Schlepp; die Gedanken im Wasser; die Finger trippeln am Land auf dem Treidelpfad hinterher.

© Dominik Alexander / 2024

Sonnet #56: Traumdeutung

Denn alles, was wir sind, verlangt nach mehr
In Heiterkeit und Ernst gewinnt der Geist
Das leichte Leben fällt ihm nicht mehr schwer
Wenn in Gedanken er die Welt bereist

© Dominik Alexander / 2024

S U M A T R A

Suche Schutz im Lächeln eines Fremden
Heute ist so eine Zeit
Versuche nicht, auf sie zu warten
Umarme sie

© Dominik Alexander / 2024

Mit Nietzsche in der Straßenbahn

mit einem Lied auf den Lippen
versuch ich mich in den Morgen hineinzuschieben
einen Montag
der ebenso beginnt

© Dominik Alexander / 2023

Fünfzehn-Minuten-Gedicht

Ich beginne
Schreibe einfach drauflos
Habe der Uhr fünfzehn Minuten gegeben
Und mir

© Dominik Alexander / 2023