es fällt schwer
sich immer zu beherrschen
sich selbst ins tintenfass zu sperren
die schwere nässe spüren
zu sagen
zähle ein bisschen
dann vergfisst du
was du denken willst —
es ist leicht
dem leben zuzuschauen
den lauf der sonne wegzuwischen
auf die nacht zu warten
hinauszugehen
ins dunkel
und alles zu erkennen
was angst machen kann —
es fällt schwer
auf füße und auf gräber
die dunklen tropfen aus den wolken
das gras wird schlamm
und schließlich see —
es ist leicht
gedanken wegzuschreiben —
es fällt schwer
den platz zu finden
ruhig
vor einer tastatur —
es ist leicht
an dich zu denken —
es fällt schwer
dich zu vergessen.
© Dominik Alexander / 2024
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