meine gedanken schweben mit mir über den gang
ins büro hinein
tanzen zunächst für ein paar momente
unter der zimmerdecke
breiten sich aus
verklüngeln sich
rotten sich zusammen
entspannen
und kommen dann doch immer wieder
zu mir —
bei zimmerlautstärke
sind sie kaum zu ertragen
doch im sommer steigt die aggression
unter den verkehrsteilnehmern
da übertönen
die hupen der autos aus den gassen
die sirenen der krankenwagen von den straßen
die heckenscheren von unter dem fenster
die stimmen der kinder
weil ferien sind
aus dem sandkasten von schräg gegenüber
die gedanken mühelos —
im büro bin ich mensch
hier muss ich’s sein
kann mich nicht
in träumen und gedanken
ergehen —
doch nicht mal die blätter der bäume verwehen
diesen einen tragenden sinn
der mich in melancholie hüllt
selbst mit dem laubbläser im ohr
kurz nach zwölf.
© Dominik Alexander / 2026
© Dimitri Kovalchuk (image)