Denn da ist das Land

Wir sind die, für die Wasser alles ist
Wir leben die Freiheit, fahren immer hinaus
Wir kennen nichts als die Wellen und das Blau

© Dominik Alexander / 2023

Grüner Klee ist ein einsamer Rufer

Ein Schatten läuft von dir zu mir
Es ist halb vier am frühen Morgen
Wir borgen uns den Abend von daheim
Schlafen ein und singen Lieder

© Dominik Alexander / 2023

Katarakte aus einem anderen Land

Wenn also die Harfe zu spielen beginnt, die Flöte einsetzt und das Cembalo aus der Ferne leise dazustößt, wird das Wasser steigen und die Schnellen immer schneller von einem Land zum anderen fließen.

© Dominik Alexander / 2023

Im Knistern der toten Gräser

Am Abend zieht der Sturm herauf. Er wirbelt Gedanken durch die trockenen Gräser. Lässt sie sinken. Nimmt sie wieder auf und trägt sie mit sich fort.

© Dominik Alexander / 2023

Der Hamster im Klärschlamm

Meine Finger riechen noch immer nach den Zwiebelschalen
Vom gestrigen Mittagessen
Eine Zwiebel häuten
Eine Zwiebel schälen

© Dominik Alexander / 2023

Im Fußtaxi durch Stadtlandschaften

Der Mistelzweig des Lebens ist immer nur ein Atmen weit entfernt. Der Himmel spiegelt sich in deinen Augen. Und wo du bist, ist Ruh.

© Dominik Alexander / 2023

Stecknadeln in meinem Kopf

Am Morgen schon sehne ich mich
Nach der Dusche am Abend
Und habe doch nur das Bad

© Dominik Alexander / 2023

Parallelwelt. Einhundert Jahre später

Nehmen Sie die Realität an, denn es gibt kein Paralleluniversum, in das Sie über kurz oder lang werden flüchten können.

© Dominik Alexander / 2023

Edderkopper i vann

Aus meinen Augen schaut ein Ich
Es säuselt leise: erkenne dich !
Carpe diem in die Nacht hinein
Fürchte nicht den Mondenschein

© Dominik Alexander / 2023