Das Land, in dem keine Zitronen blühen

Da sitzt einer einfach nur auf einer Bank
Krank scheint er nicht zu sein
Mein ist das Land, in dem keine Zitronen blühen
Sprühen Worte aus seinem Mund
Wund sind seine Gedanken
Schrankenlos würde er gerne leben
Streben nach dem großen Glück
Zurück jedoch in seiner eigenen kleinen Welt
Gelten nur Abgeschiedenheit und Sicherheit
Einsamkeit ist sein täglicher Begleiter
Wegbereiter für irgendetwas war er nie
Sie liegt da, wo er jetzt sitzt
Hitze steigt ihm ins Gesicht
Nicht aus Wärme wischt er sich jedoch die Augen
Saugen hat er früher nie gemocht
Bekocht hat sie ihn auch Tag ein, Tag aus
Applaus hat er ihr dafür nie geschenkt
Abgelenkt von seinen Sorgen
Morgen ist für ihn kein neuer Tag
Mag auch heute Nacht mal bei ihr sein
Allein kann er nur hier am Friedhof mit ihr sein.


        © Dominik Alexander / 2024
        © Markéta Peršínová (image)

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