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Category: Monolog/ue
Religion ist an und für sich der Anfang vom Ende
Wenn ich die Themenfindung dem Moral-o-mat überlasse, schwebt mein Geist irgendwo zwischen Dilirium und Gemüse. Wahrscheinlich liest sich der Text auch so. Doch den Pinguinen wird das gleich sein.
© Dominik Alexander / 2025
Die Heimkehr
Die Schafgarbe röchelt
Der Wind brandet auf
Die Blätter fliegen
Von mir fort
© Dominik Alexander / 2025
post scriptum
non est aliud
quod volui dicere
sit aliquid relictum
quod nescio quomodo oblitus
© Dominik Alexander / 2025
Theaterpause
Der alte Herr quält sich
Am Pissoir versucht er zu finden
Sich
Seinen schwindenden Männerzustand
© Dominik Alexander / 2025
lebenslang {ver} zweifeln
und dann wird er eines tages in die welt geworfen
nacktes fleisch auf nackte erde
und dann entdeckt er die sprache
doch still sollst du sein
© Dominik Alexander / 2024
Nabelschau
Und dann hat sie gesagt, dass sie nur mal kurz meinen Nabel berühren müsse. Ich sagte, das macht mir nichts. Und sie wieder, dass andere das unerträglich fänden. Und ich, dass ich das seltsam fände.
© Dominik Alexander / 2024
Der Wind und der Tee
Ich schlürfe an meinem lauwarmen Tee, während draußen der Wind lautstark heult. Den Wind kann ich nicht beeinflussen. Doch wieso eigentlich nicht?
© Dominik Alexander / 2024
Grammatik des Schreibens
Fliegende Gedanken mit fliegenden Fingern im Schlepp; die Gedanken im Wasser; die Finger trippeln am Land auf dem Treidelpfad hinterher.
© Dominik Alexander / 2024
Das letzte vom Tag
Ich befreie mich, und nehme dich mit in meine Träume. Heut Nacht wirst du mich sehen, ohne mich zu kennen. Ich warte hinter dem roten Haus, hinter dem blauen Baum, unter dem grünen Himmel.
© Dominik Alexander / 2023